Einführung

Worum es hier geht

Unstillbare Sehnsucht stillen - Innere Leere ausfüllen -
Den Süchten auf den Grund gehen.

 

Hierfür ist ein umfangreiches Lernprogramm verfügbar.
Du kannst dies Programm im Einzelnen auch dazu nutzen :
- Mehr Lebensenergie zu gewinnen
- Liebesfähiger zu werden
- Mehr Sinn im Leben zu finden
- Einsamkeit in Allein-Sein zu wandeln
- Identitätskrisen zu bewältigen
- Deine Persönlichkeit zu stärken
- Erwachsener zu werden
- Willensstärke zu entwickeln
- Ins innere Zentrum zu gelangen
- Emotionale Stabilität zu entwickeln
- Vom inneren Kritiker freier zu werden
- Meditieren zu lernen
- Dich wertvoller zu fühlen
- Leiden zu vermeiden
- Grenzen zu setzen, zu halten und loszulassen
- Deine spirituelle Suche zu unterstützen

Ein kommentiertes Verzeichnis aller Angebote findest du hier

Auf dieser Seite ist eine einzigartige Lernumgebung vorhanden.
Je nach deinen Lerngewohnheiten kannst du
- Texte lesen, um dich zu informieren,
-
Audios hören, um dein Lernen zu vertiefen,
- Ab und zu Mindmaps  nutzen zur schnellen Orientierung oder zur Zusammenfassung.
- Ein Begriffsverzeichnis (Glossar) enthält Beschreibungen und Beispiele für die zentralen Begriffe.

Der Kurs ist kostenlos. Die Dateien dürfen frei zum eigenen Gebrauch heruntergeladen werden. "Rosinen picken" ist ausdrücklich erwünscht.

Und ich biete dazu auch persönliche Beratung an, dies jedoch nicht kostenlos.

Übersicht über das gesamte Angebot

 

 

In der Einführung wird umfangreich die gesamte Konzeption des Angebots erläutert:Was mit dem Selbst gemeint ist,

  • Welche Funktion die Metapher des „Führerscheins“ einnimmt,
  • warum das Angebot hauptsächlich mit dem Königsweg der Übertragung arbeitet,
  • für welche Teilnehmenden es entworfen wurde,
  • dass es Angebote für Beginner gibt
  • dass Inhalts- und Begriffsverzeichnisse die Orientierung erleichtern können

Dann folgt ein Beschreibungsteil mit vier Kapiteln

  • das Selbst, sind die Instanzen, die du wahrnehmen kannst, wenn du nach Innen schaust
  • das Medium ist der Ort, wo das Selbst wahrgenommen wird: im Körper und im Bewusstsein
  • Ausweitung des Bewusstseins, ist ein anderer Umgang mit dir selbst, der alle Instanzen des Selbst erfährt und nutzt
  • Umgangsweisen mit der Persönlichkeit.
    Die Beschreibung von Sachverhalten und Prozessen erfolgt so, wie ich sie kenne und erfahre. Dies ist ein phänomenologischer Ansatz, eine Beschreibung von Erscheinungen. Du kannst lernen, sie nachzuvollziehen. So, wie Naturwissenschaft die Bedingungen für das Experiment angeben muss, damit andere Forscher dies wiederholen können, beschreibe ich die Erscheinungen so, dass du sie nachvollziehen kannst.
    Die Beschreibungen sind besonders für diejenigen geeignet, die sich nicht so sehr in der inneren Welt auskennen.
  • Nach den Beschreibungen die Wissen vermitteln, kommt der umfangreichste Teil des gesamten Angebots. Dies sind die Übungen für das tägliche Leben. In den Übungen kannst du das neue Wissen mit deinen Fähigkeiten verbinden. Das führt zu Selbstentwicklung, Bewusstseinserweiterung und spirituellem Wachstum.
  • Die Zusammenfassung am Schluss ist eher ein Motto des gesamten Angebots.
Audio:

Ich stelle mich vor

Dr. Volker Buddrus

 

Mein Name ist Volker Buddrus.
Bevor ich mit der eigentlichen Vorstellung beginne, habe ich eine Bitte an sie. Ich möchte sie den ganzen Kurs über mit du ansprechen und erbitte hierfür ihre Zustimmung.

Warum stelle ich dir diesen Kurs zur Verfügung?
Ich möchte meine eigene Erfahrung an alle weitergeben, die ein Interesse haben, an einem Kurs zur Bewusstseinsbildung teilzunehmen.
Ich bin undogmatisch. Für mich zählt das, was wirkt. Und vielleicht reicht dies dir schon.
Doch für dich, und für viele andere auch, ist es vielleicht wichtig etwas über meine Voraussetzungen zu erfahren. Damit du dich evtl. anschließen und mitschwingen kannst.
Was befähigt mich, ein solches Angebot zu machen?
Hier folgen einige Stichworte zu Schulen in denen ich ausgebildet wurde. Über die Jahre sind all diese Prägungen zusammengeflossen.

Ich integriere zunächst meine Ausbildungen
in der Pädagogik als Lehrer und Erziehungswissenschaftler
in der Psychosynthese von Roberto Assagioli,
in prozessorientierter Psychologie, auch Prozessarbeit genannt, von Arnold Mindell,
in der Schattenarbeit von Cliff Barry und
in dem diamantenen Ansatz von Hamid Ali, auch besser bekannt unter dem Namen Almaas.

Dann fließen meine Erfahrungen ein
in der wissenschaftlichen Forschung in humanistischer und transpersonaler Pädagogik,
in psychologischer und transpersonaler Beratung,
in der initiatischen Therapie Karlfried Dürckheims in Todtmoos/Rütte,
in der Bewusstheit durch Bewegung von Moshe Feldenkrais,
in der Bruderschaft von Taizé
und in der Findhorn community mit ein.

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Die Metapher Führerschein

Das Lernangebot kann gut durch die Metapher des „Führerscheins“ weiter erläutert werden.
Eine Metapher ist ein übertragener bildhafter Ausdruck, ein Sinnbild. Die Metapher steht also für eine Übertragung von einem Bereich zum einen anderen. Der von mir verwendete Begriff „Führerschein“ bedeutet also etwas anderes als der für den Straßenverkehr bekannte Führerschein.
Ich benutze den Begriff „Führerschein“ als Metapher aus unterschiedlichen Gründen.

  • Ein „Führerschein“ ist den meisten geläufig - deshalb benutze ich ihn als Metapher.
  • Ein „Führerschein“ ist weiterhin mit einer anerkannten Lernanforderung verbunden – das gilt auch für mein Programm
  • Er ist für jeden Erwachsenen zugänglich – das gilt auch für mein Angebot
  • Er ist ein anerkannter Lehrgang – mein Angebot ist ebenfalls ein Lehrgang
  • Er beinhaltet theoretisches Lernen – ich biete Beschreibungen anstelle von Theorie an
  • Er umfasst das Wahrnehmen und die Beschreibungen von Zuständen und Prozessen – dieser Teil ist sehr wichtig bei mir
  • Er beinhaltet praktisches Tun – bei mir z.B. in den Übungen
  • Er fordert verantwortliches Handeln – gegenüber dir selbst und anderen.
  • Er beinhaltet gezielte Vorbereitung auf Ernstsituationen – das Leben besteht für mich aus Ernstsituationen
  • Weiterhin ist die Metapher Führerschein hilfreich, weil der Führerschein in einer „Fahrschule“ gemacht wird.
  • Die jeweilige Fahrschule kannst du im Straßenverkehr nach Interesse und Anziehung wählen sowie nach Praktikabilität des Zugangs. Genauso kannst du mein Angebot unter anderen Angeboten auswählen, weil es dich mehr interessiert und anzieht, aber auch, weil es für dich gerade zu deiner Situation besser passt.
  • Der Besuch einer Fahrschule beinhaltet eine zeitweilige Anpassung an eine neue Sicht von Straßenverkehr. Du nimmst den Straßenverkehr jetzt auf einmal ganz anders wahr. Dies bedeutet eine Wahrnehmungsumstellung sowie eine zeitweilige Anpassung an bestimmte Fahrpraktiken. Bei mir bedeutet dies die Anpassung an eine andere Sicht der Wirklichkeit, und du bewegst dich damit in Zukunft anders durch dein Leben.
  • Nach der Führerscheinprüfung entwickelst du deinen eigenen Fahrstil, der jedoch die Normen und Verhaltensanforderungen, die du vorher gehabt hast, einschließt. Bei mir entwickelst du einen anderen Lebensstil mit gelegentlicher Wiederaufnahme von früheren Gewohnheiten.

Dieser Lehrgang „für ein durch das ganze Selbst bestimmte Leben“ ist eine solche Fahrschule. Er ist eine Fahrschule für interessierte Fahrunkundige und ebenfalls für Fahrkundige. Er ist eine Fahrschule für diejenigen, die sich von meinem Angebot angezogen fühlen und es ist die Möglichkeit, eine Erweiterung für die erfahrenen Fahrerinnen zum eigenen Fahrstil dazu zu lernen. Probiere aus, ob du durch die Übungen in diesen Lehrgang noch hinzulernen kannst.

Der Lehrgang ist ein Angebot neben vielen anderen im Umgang mit dem Sein.
Er ist eine jedoch eine neue Fahrschule, die das Programm anderer Fahrschulen nicht kopiert.

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Durch das ganze Selbst bestimmt

Zunächst einmal bedeutet das „ganze Selbst“ eine Ergänzung zu dem Selbst der selbst-bezüglichen Persönlichkeit. Du nimmst im Leben oft nur dann dein Selbst wahr, wenn du dich auch fragst, wer bin ich? Setzt du das Wort „eigentlich“ hinzu, dann erweiterst du diese Frage schon.
Wenn du an dein Selbst denkst, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit an deine Persönlichkeit denken, an deine Psyche, vielleicht auch noch an deinen Körper, aber weniger an deinen Leib, vielleicht noch etwas an die wertorientierte Person, kaum jedoch an das Sein.
Mit dem „ganzen Selbst“ meine ich alle verschiedenen Erscheinungsformen und Wahrnehmungsweisen von Selbst. In diesem Ansatz, habe ich mich auf sechs Formen des Selbst beschränkt: den Organismus, das Körperbild, der Leib, die Persönlichkeit, die Person und das Sein.
Durch das ganze Selbst „bestimmt“ bedeutet mehr durch das Sein bewegt und motiviert zu werden. Du nimmst das vielleicht dadurch wahr, dass dir mehr und mehr bewusst wird, dass du durch das gesteuert und motiviert wirst, was sich ereignet, was geschieht und viel weniger durch das, was du dir vorstellst und vornimmst.
Und es beinhaltet mehr ein Leben in Hingabe, ein Leben im Gegensatz zur Fremdbestimmung. Die Fremdbestimmung entsteht sowohl von außen durch die äußere Welt. Sie entsteht aber auch von Innen durch innere Zwänge, die durch Strukturen aus der Vergangenheit entstehen. Und zum ganzen Selbst gehört auch, den Körper als Organismus zu beachten und wahrzunehmen

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Übersicht über die Elemente

Das erste Kapitel enthält eine nähere Kennzeichnung des Selbst.  Von welchem Selbst rede ich?
Ich beschränke mich hier auf sechs Formen des Selbst:

  • das Körperselbst als Organismus und Körperbild
  • der Leib als die Verbindung von Körperbild und Körperfeld
  • die Seele als Organ des individuellen Bewusstseins,
  • die Seele geformt als Persönlichkeit,
  • ungeformt als Person, frei fließend
  • das unbegrenzte Selbst: das Sein.

Im zweiten Kapitel erfolgt eine Beschreibung des Mediums

  • das Bewusstsein.
  • der Körper
    • als Körperbild und auch
    • als Organismus. Dieser ist jedoch weniger dem Bewusstsein zugänglich

Das dritte Kapitel enthält eine Beschreibung der Vorgänge des Umgangs mit sich selbst durch die Ausweitung des Bewusstseins.
Wie lerne ich den Umgang? Durch

  • Erweiterung von Fähigkeiten
  • Hier werden besondere Fähigkeiten beschrieben, die den Umgang mit wichtigen Bereichen der Persönlichkeit möglich machen, also einen erweiterten „Umgang mit sich selbst“. Diese Fähigkeiten wie Liebe, Wille, innere Kraft, innerer Wert, Mitgefühl, innere Stille, Entschiedenheit sind zwar in jeder Person angelegt, jedoch unterschiedlich entwickelt.
  • Verhältnismäßig wenig verbreitet ist der Umgang mit Bewusstsein, hier wird die Wahrnehmung des Bewusstseinszustandes erläutert.
  • Aktiver Umgang mit Konditionierungen ist für eine Ausweitung des Selbst erforderlich. Herausgestellt wird das Über-Ich als der innere Kritiker, der Umgang mit Emotionen und kindlicher Emotionalität, mit inneren und äußeren Grenzen sowie mit Dynamiken der Persönlichkeit.

Das vierte Kapitel beschreibt, welche Ausprägungen der Persönlichkeit den Zugang zu anderen Zuständen des Selbst eher behindern oder befördern.

  • Unter dem Begriff „Kartierung von Bewusstseinszuständen“ werden Hinweise beschrieben, die dir erlauben festzustellen, wo du gerade mit deinem Bewusstsein bist, wie du Bewusstseinszustände aufsuchen und wechseln kannst.
  • Unter der Metapher „flüssiger durchs Leben fahren“ habe ich zusammengestellt, wie die Konditionierungen der Persönlichkeit für das ganze Selbst eleganter genutzt werden können, anstatt dies fast zu verhindern. Hierzu gehört Projektionen zurücknehmen, Instinkte und Persönlichkeit unterscheiden, Leiden vermeiden, auch die Einsamkeit, Mitleid in Mitgefühl verändern, das Bemühen der Persönlichkeit begrenzen, Getrenntheit aufgeben, Sein zulassen, und mein Lieblingsprozess: „wer fährt gerade“.

Im fünften Kapitel (das bei weitem umfangreichste Kapitel) sind viele Übungen zusammengestellt. Die Übungen sind eng auf die vorher beschriebenen Themenbereiche bezogen.

Das sechste Kapitel fasst den gesamten Ansatz kurz zusammen.

Dieser Ansatz ist in ständiger Entwicklung – und daher unabgeschlossen.

Audio:

Die Zielgruppe

Für wen gilt das Angebot?
Es gilt für alle Erwachsenen, die ein Interesse an Bewusstseinsbildung haben.
Ich empfehle das Angebot nicht für Personen, die in aktueller psychischer Not sind. Denn die Teilnahme an diesem Lernprogramm braucht sehr viel freies Bewusstsein und jemand, der in aktueller psychischer Not ist, ist mit dem größten Teil seines Bewusstseins in der psychischen Not. Wenn du also in psychologischer oder psychiatrischer Behandlung bist, dann nimm bitte nur mit Zustimmung deines Therapeuten, deiner Therapeutin teil.
Dieser Ansatz ist religionsungebunden. Er folgt keiner Religion.
Er ist auch unabhängig von spirituellen Schulen, er folgt keinem Logos irgendeiner spirituellen Schule - obwohl ich natürlich durch spirituelle Schulen zutiefst beeinflusst bin.

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Lehr- / Lernverfahren

Du kannst diesen umfangreichen Abschnitt vorerst auslassen und dich direkt den Angeboten zuwenden. Doch der Lernstoff baut auf den hier kurz vorgestellten Lehr- und Lernverfahren auf.
Wenn du dich jedoch als Lerner/in kennst und Hinweise annehmen möchtest, dann nehme dir die Zeit auch für diesen Abschnitt.
Gleich zu Anfang: ich empfehle für die meisten Themen den Königsweg der Übertragung.
Was bedeutet der Königsweg der Übertragung? Dies erfordert die Bereitschaft, dich von mir beeinflussen zu lassen. Wenn ich im Beschreibungsteil, also in den ersten vier Kapiteln schreibe, dann schreibe ich zu dir als eine Person mit einer noch wenig auf meine Inhalte fixierten Seele. Ich schreibe nicht zu einer Persönlichkeit, die bereits ein festes Bild der psychischen Realität hat.Die Metapher: Segelboot.
Du hast in deinem bisherigen Leben Interessen, Bedürfnisse, Sehnsüchte erfahren und gesammelt und so weit gekommen, dass du jetzt dies überhaupt erst mal liest und über das Gelesene nachdenkst.Das ist so, wie bei einem Segelboot, dessen Segel gesetzt sind und das auf den Wind wartet. Wenn du versuchst, das Segelschiff ohne Wind zu bewegen, etwa mit dem Paddel, kommst du nicht weit. Du wartest also darauf, dass der Wind kommt. Wenn der Wind kommt, dann bewegt sich dein Schiff und du segelst.
Auf dem Königsweg Übertragung bezogen bedeutet das, dass ich irgendetwas in dir anspreche, was dich bewegt, das heißt, dass schon in dir vorhanden war und in der Situation des Lesens eine Resonanz auslöst. Ich kann bei dir keine Resonanz auslösen, wenn in dir nicht ist, was mitschwingt.
Wenn du versuchst, das nur mit deinem Verstand zu bearbeiten, was ich dir in diesem Programm mitzuteilen habe, also wenn du das nur rational verstehen willst, kommst du nicht weit. Dann setzten sich deine Glaubenssysteme von früher gegen das von mir Mitgeteilte durch - und du kannst dir das weitere Vorgehen sparen. Denn die meisten Lernangebote dieser Art werden nach einer kurzen Zeit der ersten Begeisterung liegen gelassen, weil du dich nicht einlässt, weil du aufgibst. Und das ist unabhängig davon, ob sie in Schriftform sind oder mit Audios oder Videos erarbeitet.
Wiederholungen
Die Übungen können, genauso wie die Beschreibungen, immer wieder neu gelesen werden. Denn da du vermutlich Neues lernst, mit dem du dich vorher nicht auseinandergesetzt hast, ist manches vielleicht nicht sofort verständlich.
Übungen müssen oft auch deshalb über längere Zeit immer wieder durchgeführt werden, weil mit ihnen die neuen Wahrnehmungsbereiche erzeugt und neue Fähigkeiten eingeübt werden sollen.

Und es gibt im Angebot auch Texte ohne die Notwendigkeit der Übertragung.
Das sind zunächst einmal die Texte, die eine reine Beschreibung beinhalten, etwa die Einführung, Theorie, Wissen, Stoff fürs Verstehen und Unterscheiden und so weiter. Das ist also etwas, womit du dich beschäftigen kannst und dass auch den Verstand befriedigen kann, wenn der Verstand damit einverstanden ist. Der wird damit einverstanden sein, wenn das, was ich dir mitteile, sich nicht zu weit außerhalb deiner Glaubenssysteme befindet.

Herausforderungen beim Lernen
Ich unterscheide drei verschiedene Herausforderungen, denen Du vielleicht begegnen wirst, vielleicht aber auch nicht.
Die erste Herausforderung nenne ich das „Gummiband“. Du wirst merken, dass du bei den einzelnen Übungen Fortschritte machst und diese Fortschritte nach kurzer Zeit scheinbar wieder weg sind. Du dachtest, dies habe ich jetzt erkannt und für mich umgesetzt, merkst jedoch das ist doch nicht so. Der Grund hierfür ist zum einen, dass es zwei Antagonisten in dir gibt, zwei Gegenspieler. Der eine Spieler ist die Sehnsucht der ungeformten Seele nach Weiterentwicklung, der andere Gegenspieler ist der Widerstand der Persönlichkeit. Die Persönlichkeit mag sich nicht verändern. Daher bist du in der Situation, dass du 3 Schritte nach vorne machst und zwei zurück. Doch das gehört mit zum Lernprozess.
Eine zweite Herausforderung liegt alleine schon in der Weise begründet, wie du lernst. Ich nenne diese Herausforderung den Übungszyklus und nehme jetzt als Beispiel die Grenzsetzung, eine der weiter zu entwickelnden Fähigkeiten. Du hast in einer früheren Situation Grenzen gesetzt, was dir sehr schwerfiel und eine große Herausforderung war. Du hast dabei Grenzen gesetzt, es funktionierte, und es fühlte sich ganz neu und frisch für dich an. Mit fortlaufender Übung im Grenzen setzen merkst du, dass Grenzen überall zu setzen und zu halten sind. Die Anforderungen sind überall. Es kann dir so vorkommen, als ob du das nicht schaffst, weil das dir das zu viel wird. In der letzten Phase hast du dich viel stärker als vorher daran gewöhnt Grenzen zu setzen. Du nimmst es gar nicht mehr wahr, wie du für dich sorgst. Du denkst, was war das noch mal, weil du dich so sehr an das Grenzen setzen gewöhnt hast, es ist ein Teil deines Lebens und zu einer Gewohnheit geworden und die Fähigkeit zum Grenzen setzen ist mittlerweile wesentlich weiter ausgeprägt. Hilfreich ist es dennoch, dass du jetzt einen Realitätscheck machst, wenn du weiterhin Grenzen setzt und überprüfst, ob sich deine Fähigkeit entwickelt hat, sie nur nicht mehr so bewusst ist, oder ob du dich zurückentwickelt hast und keine Grenzen setzt, diese Tatsache jedoch verdrängst
Eine dritte Herausforderung nenne ich den „Gully“. Gullys sind die Abwasserschächte, die überall auf den Straßen finden sind, zumeist mit schweren Deckeln verschlossen sind. Sind die Deckel weg sind und passt du nicht auf, weil es z.B. dunkel ist, dann kannst du in den Gully stürzen und dich stark verletzen.  Der Gully ist eine Metapher dafür, dass du psychische Verletzungen erlitten hast, Traumata, die dich immer wieder heimsuchen, wenn du in bestimmte Situationen kommst und bestimmten Reizen ausgesetzt bist.  Diese Traumata hindern dich an der Entwicklung, denn sie halten dich in Situationen fest, in denen du geringere Fähigkeiten zum Umgang mit dem Gully mobilisieren kannst. Dieser erfolgt zumeist nach folgendem Muster: beim ersten Sturz führst du dir starke Verletzungen zu. Das ist die Situation, in der dein Trauma entsteht. Fällst du in einer ähnlichen Situation oder in einer gleichen Situation zum zweiten Mal in den Gully kannst du dich etwas festhalten und kommst mit weniger Verletzungen davon. Beim dritten Mal kommst du wieder in eine ähnliche Situation – und trotz besseren Wissens darüber, dass du jetzt in ein Trauma zurückgezogen wirst, dass du jetzt emotional entführt wirst, lässt du dich wieder auf diese Situation ein. In einer weiteren Phase erkennst du, dass du jetzt in eine Situation kommst, die dich emotional entführen kann, Du kannst dich mit der Erinnerung an das Trauma verbinden - und du vermeidest den Gully.  Das heißt, du gehst um den Gully herum. In der allerletzten Phase benutzt du eine andere Straße. Viele Menschen haben solche Traumata. Der bewusste Umgang damit ist oft erforderlich für den Lernprozess. Manchmal ist das Trauma jedoch so stark, dass du den Gully mit Hilfe eines Spezialisten, einer Spezialistin weiter erkunden und mit fachkundiger Hilfe aufarbeiten musst.

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Vorschlag für FahrschülerInnen

In diesem Lernangebot steht dir zunächst einmal das gesamte Angebot zur Verfügung. Welche Auswahlkriterien empfehle ich?
Du bist einzigartig. Dich gibt's nur einmal. Du bist so unterschieden von allen anderen, dass es im Grunde genommen nur einen einzigen individuellen Weg für dich gibt. Und den kannst nur du wissen. Deshalb folge zunächst deinem Bauchgefühl. Du schaust das Angebot durch, nimmst wahr, was dich anzieht und suchst das für dich Passende aus.
Eine andere Möglichkeit besteht für diejenigen, die gerne systematisch vorgehen. Jedes Kapitel und jedes Unterkapitel beginnt mit Übersichten. und sieh sie mehrfach an und achte darauf, was dich anspricht, neugierig macht, dein Interesse weckt.
Wenn dir der gesamte Bereich des Lernprogramms noch etwas zu neu ist, wenn du mit all den Hinweisen nicht genügend anfangen kannst, es dich nicht so zu einem einzelnen Thema zieht, du aber das Interesse oder die Anziehung noch nicht verloren hast, dann nutze den Zugang für Beginner, für Anfänger.  Diesen werde ich im folgenden Abschnitt etwas erläutern.
Oder nutze den Wandel in deiner Einstellung. Es gibt im Englischen eine gute Bezeichnung genannt: „beginners mind“. Du schaust dir die Welt an, wäre sie ganz neu. Diese Haltung hat den Vorteil, dass all deine Einstellungen und Vorurteile nicht so wirkungsvoll sind. Also schau dir mit dieser Haltung des „beginners mind“ noch einmal das Angebot an. Vielleicht gibt es etwas, womit du jetzt beginnen möchtest.

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Kostprobe für Beginner

Es kann sein, dass das Angebot des Lernprogramms für dich so umfangreich ist, dass du nirgendwo anfangen magst. Vielleicht sagen dir auch die Bezeichnungen und die Metaphern nichts.  Für diesen Fall habe ich eine Reihe von Übungen bereitgestellt, die dich einführen können und dir einen Geschmack vom Angebot vermitteln, du dann vielleicht Lust auf mehr bekommst. Diese Übungen sind im 5. Kapitel unter 502 ff. aufgeführt.
Jetzt folgt eine kleine Kennzeichnung der Übungen für Beginner.

  • Mit der Übung „den inneren Wert entdecken“ kannst du herausfinden, dass du bisher vielleicht immer auf einen äußeren Wert, auf Anerkennung und Rückmeldung von außen hin, orientiert warst.
  • Die Erfahrung, dass es so etwas wie einen „inneren Wert“ gibt - und dass du einen Wert hast, bzw. wertvoll bist, kann dich unterstützen, mit äußerer Anerkennung anders umzugehen, wenn sie mal nicht so fließt, wie du es gewöhnt bist oder wie du es brauchst.
  • Die Übung „innere Stille“ ist für dich vielleicht ein Bereich, den du noch gar nicht kennst. Dass es neben den gewohnten Bereichen von äußerer Wahrnehmung und neben der gewohnten Orientierung an der äußeren Wahrnehmung etwas anderes gibt. Dass es anstelle der seltenen Situationen, in den das Außen mal still ist, auch noch einen Bereich in dir gibt, wo du innere Stille erfahren kannst. Und dich diese innere Stille auch noch mit einer anderen Qualität verbindet.
  • In der Übung „mit dem Willen arbeiten“ kannst du in einem einfachen Willensprojekt erfahren, dass die Arbeit mit dem Willen auch leicht sein kann und mit Freude verbunden sein kann, anstatt anstrengend und mühevoll. Du wirst hierbei all die unterschiedlichen Prozesse und Energien kennenlernen, die für das Wirksamwerden dieses Willens erforderlich sind.
  • In der Übung „in den Körper eintauchen“ kannst du lernen, bewusster und gezielter Körperwahrnehmungen zu unterscheiden und damit überhaupt erst einen Zugang zu diesem riesigen inneren Bereich gewinnen.
  • Mit der Übung „die Persönlichkeit erspüren“ nimmst du vielleicht zum ersten Mal wahr, wie sich deine Persönlichkeit in ihrer Wirkungsweise anfühlt. Diese Wahrnehmung ist dermaßen vertraut, weil du sie schon seit der Zeit des Kleinkindes in dir spürst, dass sie dir gar nicht bewusst wird. Hier kannst du lernen, sie bewusst wahrzunehmen und dadurch den Bewusstseinszustand Persönlichkeit von anderen Bewusstseinszuständen zu unterscheiden.

Du kannst dich bei diesen Kostproben erst mal ganz unbefangen auf diese Übungen einlassen, ohne dich mit der größeren Tiefe und Vielfalt des gesamten Programms auseinanderzusetzen.

Audio: